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 The Walking Dead

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deltadromeus168
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BeitragThema: The Walking Dead   Di Dez 20, 2011 3:42 am


THE WALKING DEAD


Vorwort

Diese Geschichte enthält expliziete Darstellungen von brutalen Gewaltszenen, sowie Sexszenen (wobei diese nicht genau dargestellt sind). Diese Geschichte basiert auf Robert Kirkmanns Comic Reihe The Walking Dead. Meine Buchversion dazu entspricht unter umständen nicht den Ansichten des Schöpfers dieses Werkes und ich möchte darauf hinweisen das sämtliche Rechtschreibfehler, sowie Übersetzungsfehler meine eigenen sind, und ich keinerlei Kommerzielle Ziele verfolge. Dieses Buch soll lediglich Unterhalten und beschäftigen. Alle Rechte gehen an Robert Kirkmann.
Und somit viel Spaß beim Lesen!





Für Snudo Udo.
Damit du siehst
das ich nicht nur
Dinos im Kopf hab.
Viel Spaß beim
Lesen!


Spoiler:
 






Epilog

„Das wird nicht gut enden.“ Stellte Shane fest. Shane war Polizist, in der Mitte seiner Dreißigerjahren und drückte sich eng an die kühle Karosserie des blinkenden Streifenwagens. Er entsicherte seinen Revolver und schlich näher an Rick heran. Rick war ebenfalls Polizist und ein enger Jugendfreund Shanes. Er war Anfang dreißig, schlank, muskulös und besaß den Körperbau eines drahtigen Athleten. Er hatte kurzes Blondes Haar und ein markantes durch und durch Männliches Kinn. Mit klaren blauen Augen blickte er Shane ins Gesicht und nickte ihm zu. Eine flüchtige Geste die jedermann anderweitig deuten konnte, doch Shane verstand voll und ganz was Rick meinte: Jetzt wird’s ernst. Kurz lugte Rick über die Motorhaube des Streifenwagens und sah wie ein zerbeulter, klappriger und von Rost gerade zu zerfressener Pick-Up mit quietschenden Reifen vor der, in aller eile errichteten, provisorischen Straßensperre zum stehen kam.
BOOM!
Rick zuckte mit dem Kopf automatisch tiefer, so das er sein Kinn um ein Haar auf sein Knie geschmettert hätte. Er sah hinüber zu Shane der ebenfalls ein Stück mehr in die Deckung die ihm die Beifahrertür bot, gerückt war. Der verrückte Fahrer des Pick-Up´s hatte mit scharfer Munition auf sie geschossen und die Motorhaube ihres Wagens getroffen. Rick, hallte nach wie vor das Klingeln in den Ohren nach.
„Ich denke nicht das er von hier kommt.“ Sagte Shane und wischte sich den Schweiß von der Stirn während er seine Knarre in Kopf Höhe hob. Rick entsicherte nun ebenfalls seine Waffe, auch wenn er zu beginn dieses Einsatzes vor gehabt hatte den Irren mittels eines Teasers außer Gefecht zu setzten und sagte: „Ich denke er ist einer von der Sicherheitsverwahrung. Als ich hörte das sie dieses Gefängnis in Grant County öffnen werden, hätte ich nicht wirklich damit gerechnet, dass wir deren Müll beseitigen müssen!“
Rick war wütend und enttäuscht über diese fahrlässige und einfach nur idiotische Arbeit der anderen Cops, auch wenn sie nichts mit seinem Bezirk zu tun hatten. Und trotzdem drangen ihre Probleme just in diesem Augenblick in seinen ein und ballerten wild um sich. Er seufzte und versuchte einen Plan zu entwickeln. Es war heiß. Die Sonne brannte auf seinen Kopf und ließ seine Abzeichen glitzern. Sie beide hörten das metallische Klicken als der Irre Geräuschvoll seine Schrottflinte nachlud. Sein ungepflegter Bart war strähnig, und stand ihm in alle Richtungen ab. Seine fettigen, ungewaschenen wenigen Haare, die er noch besaß, waren so schwarz, das man kaum mehr erahnen konnte das sie einst braun gewesen waren. Eine leere Patrone wurde aus dem Ladefach seiner Flinte geworfen und flog an seinem Kantigen Schädel vorbei, als er seinen Mund öffnete, Reihen schiefer und gelber Zähne entblößte und mit kehliger, kratziger Stimme brüllte:
Ich werde nicht zurück gehen! Vorher will ich sterben!
Verdammt!“ Stieß Rick hervor, „Unser Back-Up befindet sich gut und gerne mehr als zehn Meilen von hier entfernt! Wir hocken hinter diesem Auto...“ Er überlegte fieberhaft, was durch diesen Brüllenden Hinterbliebenen Fettsack, der vermutlich in seinem bisherigen Leben lediglich gelernt hatte wie man auf Menschen ballerte, nicht gerade einfach war. Letztendlich fasste er jedoch einen Plan, oder zu mindestens, so etwas, wie einen Plan.
„Deck mich... Ich werde versuchen zu dem Kiosk dort drüben zu gelangen, so das wir ihn umzingeln können.“ Shanes Miene blieb kalt und Ausdruckslos. Als sich Rick aus seiner hockenden Position erhob, sich mit der linken Hand auf dem warmen, staubigen Asphalt abstützend, die Pistole schützend gerade aus gerichtet, gab er ihm ein Daumen hoch Zeichen. Rick rannte los, Shane stütze sich mit beiden Ellbogen auf die aufgeheizte, reflektierende Motorhaube, spürte jegliche Unebenheiten auf dem weißen Blech, spürte die scharfkantigen Zacken der Stelle die der Bastard getroffen hatte, gegen seinen angespannten Bauch drücken und zielte. Rick rannte weiter in Richtung Kiosk, die Waffe mit beiden Händen seitlich gegen seine Schläfe gepresst.
BOOM!
RICK!
Dieser blieb abrupt stehen, sein Körper machte einen sanften Satz nach vorne, als er sich so plötzlich aus dem Lauf riss, und drehte sich erschrocken, zu seinem brüllenden Freund um, der an der Seite des Streifenwagens hinunter rutschte und seine stark blutende Hand umklammerte. Shanes Revolver schlug mit einem sanften Klick auf den Asphalt auf. Rick sah wie das Blut seines Kameraden auf dem weißen Blech feucht glänzte, hörte wie der Typ seine Schrotflinte ein weiteres mal nachlud. Es kam ihm vor als würde er dies alles nur als Beobachter erleben, und nicht als aktiver Teilnehmer. Es lief alles irgendwie in Slow-motion ab. Shane, wie er keuchend zu Boden sank, das Blut das sein Handgelenk hinunter ran, wie er versuchte mit seiner unverletzten Hand nach dem fallengelassen Revolver zu greifen. Der Irre, wie er den Lauf seiner Flinte brüllend herum riss und auf ihn zielte.
RICK!
BOOOOM!
Ein stechender Schmerz in seiner gesamten rechten Körperhälfte.
Blut das nach hinten spritzte.
Alles wurde Schwarz.




Zeiten ändern sich

1

Ein Zimmer. Ein Krankenhauszimmer. Nicht gut belüftet, stickig, warm. Staub, setzte sich auf Ablagen, Tischen, Stühlen, ja sogar einer zerknautschten Bettdecke, die um einen Patienten gewickelt war, ab. Der Tropf, an dem selbiger angeschlossen war, war schon lange leer. Die Blumen, die auf dem Nachtisch standen, waren längst verwelkt und ihre braunen, toten Blätter und Blüten, lagen längst neben der Blauen Vase, die nahezu leuchtend, in diesem trostlosen, kalten Zimmer erschien. Die Fenster waren schmutzig, der Boden ebenfalls. Es war ganz und gar nicht das was man von einem Krankenhaus in Kentucky erwarten würde. Immerhin befand man sich hier nicht irgendwo in Afrika oder Südamerika. In Kentucky waren die Krankenhäuser in der Regel keimfrei, steril und nicht muffig, schmutzig. Überdies stank der Raum und das nicht nur nach dem Patienten im Bett. Nein es stank subtil nach... irgend etwas abartigen. Ein leises, zischendes Geräusch erklang in dem Raum. Da alles still war, erschien es nur um so lauter. Die Brust des Menschen der dort lag, hob und senkte sich ein wenig schneller und stärker als es bisher der Fall gewesen war. Seine Kehle gurgelte als sein Körper den Schluckreflex einen Impuls sendete und dieser versuchte, nicht vorhandenem Speichel, eine verdorrte Kehle hinunter zu schlucken. Jegliche Geräusche des arbeitenden Körpers verstummten plötzlich. Kein dumpfes Atmen, kein ungleichmäßiges Schlagen des strapazierten Herzens mehr. Für ein oder zwei Sekunden sah es au als wäre er tot. Ein sanftes, kaum wahrnehmbares Zucken des linken, nackten Fußes, der unter der dünnen Decke hervor sah. Die Hand des Patienten schüttelte sich auf einmal, wie unter Krämpfen, beruhigte sich jedoch, so schnell wie es gekommen war.
Stille.
Mit einem unerwarteten, unheimlich lauten und tiefen Stöhnen, das von den plötzlich und so unerwartet arbeitenden Lungen herrührte, öffneten sich die Augen des Patienten. Nur schwer ließen sich die tauben Lieder nach oben bewegen. Panik und eine Spur der Ungewissheit lagen in den Klaren blauen Augen. Die Pupillen waren weit und verdrängten fast die leuchtende Iris. Ein Strahl sanften gelben Sonnenlichts, der den tanzenden Staub in der abgestandenen Luft zum Vorschein brachte, traf auf das kalkweiße, eingefallene, schweißgebadete und betäubte Gesicht des Mannes und ließ seine grau-schwarzen, dichten Bartstoppeln an Wangen, Oberlippe und Kinn hervortreten. Als Reaktion auf den unvermittelten Lichteinfall, zogen sich seine Pupillen zusammen. Der Mann kniff seine müden Augen zusammen, stöhnte und wurde sich erst jetzt, seinen dumpfen Kopfschmerzen bewusst. Rick Grimes tat alles weh. Von den Zehen in seinen nackten, kalten Füßen bis hin zu seiner Stirn die sich in tiefe Sorgenfalten gelegt hatte. Er hustete heiser. Seine Kehle brannte vom Flüssigkeitsmangel. Eine ganze Weile lag er in dem Bett, nur mit einem dünnen zerknitterten, langen weißen Klinikhemd bekleidet und wurde sich langsam aber allmählich seiner sämtlichen Körperempfindung bewusst. Jede einzelne war so stark, das er sich beinahe wünschte wieder in die wohlige Gleichgültigkeit des Komas zu fallen. Langsam setzte er sich auf, als er plötzlich durch einen stechenden, merkwürdigen Schmerz in seiner Nase zurück gehalten wurde. Ein Beatmungsgerät steckte mit den enden seiner hauchdünnen Plastikrohre in seinen beiden Nasenlöchern. Ihm wurde bewusst warum er so unvermittelt aufgewacht war. Dem Anschein nach funktionierte es nicht mehr. Doch er hatte weder die Zeit, noch jegliche Kraft sich darüber Gedanken zu machen. Er zog die Schläuche sanft aus seiner Nase und stütze sich schwer Atmend an den Gitter seines Krankenbettes ab. Das Bettlacken raschelte unter seinen Bewegungen. Allein schon dieser kleine Kampf ließ ihm den kalten Schweiß ausbrechen. Vorsichtig setzte er beide Füße auf den kalten Boden, seine Haare stellten sich auf und langsam und bedächtig taumelte er vorwärts, bis er beim nächsten tapsen jegliche Kondition über seinem Körper verlor und äußerst schmerzhaft auf dem Boden landete, alle viere von sich gestreckt.. Mit aller Kraft richtete er seinen schmerzenden Oberkörper auf, stütze sich auf seinen zitternden Armen ab und rief aus heiserer, dehydrierter Kehle: „Schwester!
Doch es kam niemand.
Wie besessen hämmerte er auf den Notrufknopf, doch es kam einfach niemand.
Kein Mensch reagierte auf seinem verzweifelten Ruf. Für ein Krankenhaus war dies äußerst untypisch. Er lehnte sich gegen die kalten, schwarzen Gitter seines Bettes, ließ seinen Kopf Schlaf auf die sich heben und senkende Brust sinken. Er seufzte. Endlich schaffte er es sich zitternd aufzurichten, zog sich die Nadel des Tropfs aus seiner Vene, ein wenig Blut lief daraus, doch es fing schnell an zu gerinnen. Rick wankte zu der einzigen Kommode in dem Zimmer und öffnete sie. Das Hölzerne Fach ließ sich leicht hervor ziehen. Drinnen fand er seine Klamotten, gewaschen und gebügelt, gemeinsam mit seinen Schuhen. Die Kämpfe die er vorhin mit seinem völlig fertigen Körper gefochten hatte, waren nichts zu dem Kampf dem ihn nun bevorstand: das anziehen.
Der Flur war leer. Weit und breit keine Menschenseele. Kein Geräusch einer beschäftigten Station. Kein Telefon. Kein Piepen von Überlebenswichtigen Maschinen. Keine Gespräche. Gar nichts. Alles Ruhig und totenstill. Ricks Sinne waren durch das lange Koma völlig überdreht und diese sonderbare Ruhe machte selbst ihm, einen Polizisten Anfang dreißig Angst. Er stütze sich an den Türrahmen und rief heißer: „Hallo?“
Er torkelte den leeren Flur entlang. Die Neonröhren, die den Flur normalerweise in ein weißes Licht tauchten, waren entweder kaputt oder flackerten. Rick wankte, sich an der Wand stützend, zum Empfang der Station. Papiere und Akten lagen auf den Boden verstreut.
„Hallo?! Ist hier jemand?!“
Keine Antwort.
Was soll das? Was ist hier los? Warum antwortet mir niemand?
Nach langem humpeln erreichte Rick endlich den Empfang. Hier war auch niemand.
Was zur Hölle wird hier gespielt?! Hat sich etwa die gesamte Belegschaft zur selben Zeit eine Pause gegönnt?!
Er nahm den Telefonhörer in die Hand.
Nichts.
Nicht einmal ein Freizeichen oder besetzt Zeichen. Gar nichts.
Sein Blick fiel auf einen Kalender: 21. September.
Oh mein Gott! Ich muss fast drei Wochen im Koma gelegen haben!
Fassungslos blickte Rick auf dieses Datum. 21. September. Drei Wochen Koma. Das war ein Schock. Das war schlicht zu viel. Das war unfassbar. Das konnte einfach nicht sein. Was war aus seiner Familie geworden? Wo waren die alle? Ging es ihnen gut? Der gestandene Polizist wurde von einer Woge der Emotionen förmlich überrannt. Er seufzte, er versuchte ruhig zu bleiben, gleichmäßig zu Atmen. Doch es wollte einfach nicht funktionieren. Verzweifelt krallte er sich mit einer Hand am Pult des Empfangs fest, so fest das seine Fingerknöchel weiß wurden, um einen plötzlichen Schwächeanfall vor zu beugen. Er begann ganz allmählich zu Hyperventilieren, drehte schlicht und einfach durch. Seine noch vor wenigen Wochen doch so heile Welt begann, auf brutale Art und Weise vor seinen Augen zusammen zu brechen. Er schaffte es nicht. Seine Schweiß nasse Hand rutschte an dem ebenen Holz entlang, und er selbst auf den Boden. Ein zittern, ein schaudern, ein schütteln ergriff seinen gesamten Körper. Er wimmerte leise. Er hatte in seinem bisherigen Leben noch nie solch eine Verlorenheit und Einsamkeit gespürt. Er wischte sich mit der Hand über seine tropfende Nase.
Beruhige dich. Beruhige dich! Bleib verdammt noch mal Ruhig du Spinner!
Schließlich schaffte er es doch sich wieder in den Griff zu bekommen, auch wenn es mit ein wenig eigener Mentaler Gewalt ein her ging. Zitternd richtete er sich auf, und blickte auf ein Schild das nach links wies. Zu den Aufzügen. Mit dem linken Arm seinem Bauch umklammernd, setzte er seinen Weg fort. Immer wieder zuckte sein Kopf nach links und rechts, doch sah er noch immer keine Menschenseele. Er kam an einer offen stehenden Flügeltür vorbei. Immer noch niemand. Die Neonröhren an den Decken flackerten ununterbrochen, tauchten den Sterilen Gang, von verlorenen Papieren bedeckt, mal in absolute Helligkeit, dann wieder in unheimliche Schwärze. Rick hielt sich eine Hand vor seine überstrapazierten Augen, um sie vor dem abrupten Wechsel, von Hell und Dunkel, so gut es ging, zu schützen. Da war der Aufzug, langsam, sich immer wieder an den weißen Wänden abstützend, ging er langsam, keuchend auf ihn zu. Als er den Knopf betätigte, der dem Aufzug signalisieren würde, das eine Menschliche Gestalt nach unten wollte, ertönte ein leises Rumpel, das in dem leerem Krankenhaus unheimlich laut erschien. Seine schritte klackten auf dem Gang und vorsichtig betrat er die Aufzugkabine. Als sich die schwere Stahltür schloss, lugte er noch ein letztes mal vorsichtig auf den Gang hinaus.
Doch da war immer noch niemand.
Als Rick im Aufzug stand, schaffte er es endlich wenigstens für wenige Sekunden, Abstand von allem zu nehmen, wenigstens ansatzweise zu entspannen. Er schloss kurz die Augen, atmete ein, zwei mal tief ein und aus, bemerkte dabei einen merkwürdigen Geruch, doch ignorierte er ihn mit aller Absicht. Er öffnete die Augen wieder, und fühlte sich wenigstens im Moment, ruhig und wieder bei klaren Verstand. Zu mindestens solange, bis ein wohl klingendes DING verkündete, das er den ersten Stock erreicht hatte, und seine Suche nach den Ärzten, Schwestern und Pflegern, fortsetzten konnte. Die Tür des Aufzugs öffnete sich und mit einem leisen FWUMP, fiel eine Gestalt, die scheinbar gegen die Tür gelehnt hatte, in die enge Kabine und verbreitete einen solchen, ekelerregenden Gestank, das Rick allein schon deshalb einen weiten Schritt, bis zur Rückwärtigen Wand zurückwich. Es war ein Mann. Wobei es war ein Mann, beschrieb die Gestalt am besten. Sein Gesicht war dermaßen verwest, das Rick seine Zahnreihen erkennen konnte, die aus längst vertrockneten Zahnfleisch ragten. Seine Wangenknochen, durchbrachen die teils grau gewordenen Muskelpartien, seines eingefallenen Schädels. Die Augen in den tiefliegenden schwarzen Höhlen existierten nicht mehr. Das ehemals beigefarbene Hemd war aufgeknöpft und voller tief dunkler, getrockneter Blutflecken übersät. Rick blickte auf den Unterkörper des Mannes, doch dort wo eigentlich dessen Bauch hätte sein müssen, hingen nur dickliche farblose Eingeweide heraus, wie schlafende, voll gefressene Pythons. Rick sackte fassungslos zu Boden, sein Gesicht nur wenige Zentimeter von dem entstellten seines Gegen übers entfernt. Er sah wie eine Made aus dessen Augenhöhle kroch und wie sich weitere in dessen Mund tummelten. Ein panischer Gesichtsausdruck legte sich auf Ricks Miene, er riss den Mund weit auf, roch den nach kotze stinkenden Verwesungsprozess, und schrie. Nur ein einziges Wort, entlockte er in diesem Moment, seiner zugeschnürten Kehle. Ein Wort, jedoch mit solch einer Panik ausgerufen, dass es an Todesangst grenzte.
Hilfe!!
Panisch und hektisch, versuchte er so schnell wie es nur ging von dem Alptraum vor ihm Abstand zu nehmen. Er richtete sich blitzschnell auf, rutschte aus und wäre beinahe auf die Leiche gefallen. Schwer Atmend stürzte er sich aus der stinkenden Kabine, vorbei an den zerfressenden Beinen, des unglücklichen Teufels, hinaus auf den Gang, der von umgestürzten Gerätschaften übersät war, Tische, Betten, auf dem Boden lagen Papiere.
„Hilft mir doch jemand!!“ Rief er keuchend, umschlang mit beiden Armen seinen Oberkörper, nicht weil ihm kalt war, sondern um dieses unkontrollierte Zittern im Griff zu kriegen, und rief noch einmal verzweifelt, durch die leergefegten Korridore.
„Irgendjemand?“ Verzweifelt schlich er um eine Biegung, drückte ich in jeden Schatten.
Was war aus seiner Familie geworden? Waren sie etwa ebenfalls... tot? War dies alles nur eine Schreckliche Tat sadistischer Terrorzellen?
Er verpasste sich selbst eine Backpfeife. Er musste bei klaren Verstand bleiben und durfte jetzt nicht die Fassung verlieren. Meine Güte! Er war schließlich Polizist! Verdammt noch mal!
Er betrat den Gang der zur Cafeteria führte. Auch hier war niemand. Doch er bemerkte hier und da Flecken getrockneten Blutes auf dem Boden.
„Was zur Hölle?“ Zitternd, unsicher, verängstigt ging er auf die Flügeltür zu, zwischen deren Griffen ein dicker Holzbalken geschoben worden war, wie um etwas darin ein zu sperren.
Oder um zu verhindern das etwas diesem Raum verlässt. Schoß es ihm durch seinen überforderten Kopf. Je näher er der verriegelten Stahltür kam, desto stärker wurde ihm ein übler Gestank bewusst. Eine Stimme in einem Kopf sagte ihm das es gesünder war zu verschwinden, doch hielt der Polizist in ihm, ihn davon ab.
Er zog langsam den Balken aus den Griffen, murmelte: „Was ist hier bloß geschehen?“ und öffnete schwerfällig die Tür, deren schwere Flügel, auf dem blanken Boden rieben und nur schwer nachgaben.
Sie war offen.


Zuletzt von deltadromeus168 am Mi Dez 21, 2011 11:04 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: The Walking Dead   Mi Dez 21, 2011 11:03 pm

Unmengen von Fliegen, schwirrten summend aus der Cafeteria und ein unglaublicher, übler Gestank nach Verwesung, Blut und Schimmel, traf Rick mit einer solchen Kraft, das es ihm fast umgehauen hätte, wäre da nicht dieser Anblick gewesen, der ihm den Atem stocken ließ.
Leichen. Die Cafeteria war voller Leichen. Sie lagen auf dem Blutbefleckten Boden, hingen schlaff und schief in den Stühlen. Sie hockten in ihren eigenem Blut, die Bäuche bei einigen aufgerissen, bei anderen die Hälse, so das man die verwesenden Arterien, sowie die Luft und Speiseröhre erkennen konnte. Wieder anderen waren schlicht und einfach ein Arm oder Bein heraus gerissen worden, weshalb man bei jenen, nur noch den blanken Knochen, aus dem zersetzten Fleisch ragen sah. Doch die meisten der Toten, drehten sich bei dem Geräusch, der sich nur schwer öffnenden Tür, zur Quelle des Geschehens um. Stumpf, blindlings, grausam, blickten sie Rick aus Milchig weißen Augen an. Wahrscheinlich konnten sie ihn eh nicht sehen, doch so, wie Bewegung in die verrottenden Gestalten kam, sie stöhnten, klappten ihre entstellten Münder auf und zu, hievten sich torkelnd und unkoordiniert auf ihre Füße, nahm er auch nicht für nur eine Sekunde an, das sie ihn nicht bemerkt hätten. Rick wich entsetzt einen Schritt zurück, fassungslos konnte er diese grausamen, einst Lebenden, Menschen nur anstarren. Bis auf einmal, ein weiterer von ihnen, von links, aus nächster nähe, schlurfend, in den Türrahmen trat. Er blickte stur gerade aus, und von der Seite her, sah er tatsächlich noch einigermaßen menschlich aus, würde er nicht einen solch höllischen Geruch verbreiten. Doch plötzlich blieb der Mann, mit dem kurz geschorenen Haar stehen. Seine Hand krümmte sich merkwürdig, als er die gefühllosen Finger streckte und wie zu packende Pranken, wieder zusammen zog. Er drehte leicht den Oberkörper, zeigte dabei dunkel rote Flecken von immensen Blutlachen, die ihm einst, scheinbar, aus dem auf gebissenen Hals geflossen waren und nun sein T-Shirt bedeckten, und drehte seinen Schädel noch ein Stück mehr, um den Polizisten in sein verschwommenes Blickfeld zu bekommen. Rick stand viel zu nahe. Er konnte förmlich sehen, wie zwei dicke, haarige Fliegen mit ihren Beinchen, tastend das Lied, eines der zerstörten Augen des Mannes abtasteten, um einen perfekten Ort für ihre Eier zu finden. Das andere Auge blickte nur mit durchscheinender, grünlicher Iris und milchig weißer Pupille, an der Rick tatsächlich feststellen konnte das er viel zu nah war, da er sein eigenes, erschrockenes Spiegelbild in dem Auge des Toten wieder erkennen konnte, nach ihm. Die Gestalt öffnete stöhnend ihren Mund und gab nur einen einzigen klar erkennbaren Laut von sich, jedoch so fremd, das er nicht wirklich zu einem Menschen gehören konnte, auch wenn dieser Tot war.
„Uungh.“
Der Mann schlurfte ohne zu zögern auf Ricks warmen, lebendigen Körper zu. Dieser versuchte abwehrend, seine Arme zu heben, doch hinter dem Mann, tauchten weitere dieser Horrorgestalten im Türrahmen auf. Rick wich weiter zurück und strauchelte. Und noch während er am Boden lag, hektisch daran arbeitete, sich so schnell wie möglich wieder auf zu richten, blickten die Monster mit hungrigen Blicken auf ihn herab und kamen unerbittlich näher. Erst drei, dann vier und schließlich waren es bereits mehr als fünf, die, von Fliegen umschwärmt, auf ihn zu torkelten. Rick krabbelte auf allen vieren, panisch und mit grimmigen Gesichtsausdruck auf den Notausgang zu, der ihn in das Treppenhaus führen sollte und ließ die Menge vor ihm nicht aus den Augen.
„Stop! Bleib weg von mir!“ Rief er mit fester Stimme, doch schwang wahrlich mehr Panik darin mit, als wirkliche Überzeugungskraft. Er wagte es schließlich doch, sprang auf, ließ die Toten aus seinem Blickfeld verschwinden, und stürzte sich gegen den Hebel der schweren Nottür, doch da packte ihn plötzlich eine gräulich weiße, überraschend kräftige Hand unterhalb des Kragens, besudelte sein weißes T-Shirt mit einem schwachen Abdruck, fast vertrocknetem Blutes, und der Besitzer der Hand, zog sich näher an Rick heran um ihm hungrig in dessen weichen Hals zu beißen. Dieser drückte den Kannibalen mit seinem freien Arm von sich weg, fühlte unter dessen T-Shirt eine merkwürdige, weiche Masse und brüllte: „Kannst du mich nicht verstehen?!“ Dabei stieß er, dank des vielen Adrenalins, das sein Körper durch seine Venen jagte, die schwere Tür mit Leichtigkeit auf.
Bitte war sein letztes Wort, ehe sich der Tote auf ihn stürzte und ihn durch die offen stehende Tür beförderte. Doch noch bevor er seine Zähne, in Ricks Fleisch versenken konnte, um seinen unstillbaren Hunger zu besänftigen, fiel er mitsamt seiner Beute die Treppe hinunter, und an irgendeiner Stufe, ertönte ein ekelhaftes, reißendes Geräusch. Rick fiel und landete auf einmal mitten auf etwas weichem. Er riss sich sofort wieder hoch und blickte mitten ins Gesicht, auf dem abgerissenem Kopf, desjenigen der mit ihm die Treppe hinunter gestürzt war. Ein Haufen weißer Maden, glitt aus dem stumpfen Halsende hinaus. Rick hörte stöhnen und sah wie die anderen, nun ebenfalls die Treppe hinunter torkelten. Stöhnend, knurrend und mit den aufgerissenen Kiefern mahlend, geiferten sie nach seinem Fleisch. Rick hechtete bereits die nächste Treppe hinunter, als seine Verfolger gerade erst, ihren enthauptetem Artgenossen erreicht hatten. Noch im Lauf, riss sich der Polizist den Gürtel aus den Laschen, stieß die Brandschutztür mit nur einer Hand und einem kräftigen Schlag auf und band die Griffe selbiger, von außen mit seinem Gürtel fest zusammen. Völlig erschöpft, geschockt und entsetzt, nahm er ein paar Schritte Abstand von ihr, stütze sich keuchend auf die Knie, und fragte sich, was zur Hölle, das alles nur gewesen war. Als er sich umdrehte, stellte er fest das er sich im Parkhaus der Humanitären Einrichtung befand. Nur wenige Autos standen auf den Parkplätzen, geduldig darauf wartend, das ihre Besitzer zurück kommen würden. Doch das würden sie nie. Mit einem Seufzer, der so viel wie, ach was soll´s, bedeutete, ging Rick antriebslos zu einen der Autos hin, ein verdreckter VW, und zog an dem Hebel der Fahrertür.
Verschlossen.
„Verdammt.“ Brummte er.
Hätte mich aber auch gewundert wenn´s auf gewesen wär.
Noch hoffnungsloser als zu vor, drehte er sich um, griff sich mit der Hand durch sein zerzaustes Haar, und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Er fühlte sich allein gelassen, auf sich gestellt, verloren. Alles ging den Bach runter. Was hatte es noch, für einen Sinn, überhaupt am Leben zu bleiben? Er hatte alles verloren. Die Sonne schien in das geräumige Parkhaus, die matte blecherne Verkleidung der Autos, glänzte leicht. Ihre strahlen wärmten Ricks angespannten Körper. Was lohnte es sich überhaupt noch zu kämpfen? Warum sollte er sich nicht einfach von irgendeinem Haus aus, in den Tot werfen? Warum nicht? Und in diesem Augenblick, drang ein Bild, ein einziges Bild, so klar und schön, als würde er dieses erleben, in sein gemartertes Hirn. Es war seine Frau. Wie sie ein kurzes T-Shirt trug und ihn an einem herrlichen Sommertag, anlächelte. Einfach nur anlächelte.
Lorry! Ächzte er in Gedanken. Sie gab ihm, einen verlorenen Polizisten, anfang dreißig, die Kraft weiter zu machen. Was wenn sie noch lebte? Es konnte doch unmöglich sein, das bereits sämtliche Einwohner Kentuckys, bereits zu diesen Monstern, geworden waren. Das konnte einfach nicht sein.
Neuer Mut, beflügelte seine Gedanken und ein wenig sicheren Schrittes, ging er durch das Parkhaus, trat Papiere und Unrat zur Seite, und hinaus auf die Straße. Zu beiden Seiten der Straße, wucherte bereits das stark gewachsene Grass, da es niemanden mehr gab, der es mähen konnte. Das befleckte Schild, Harrison Memorial Hospital, des Krankenhauses, verschwand fast völlig in dem grünlich gelblichen Bewuchs. Fest entschlossen, mit grimmigen Gesichtsausdruck und geballten Fäusten, ging Rick weiter, entfernte sich immer mehr von der Einrichtung, in der der Tod die Führung übernommen hatte. Er kam an einem Autowrack vorbei. Der Fahrer musste frontal gegen den Strommasten geknallt sein, schlussfolgerte Rick, als er die immens zerbeulte und zerstörte Motorhaube sah. Er zuckte zusammen, als er den Fahrer sah, der aus der weit offen stehenden Tür heraushing.
„Jesus.“ Er war zerfleischt, die Haut blätterte von seinen Armen ab, die Knochen schienen fast durch, eine Hand fehlte, wahr mit ziemlicher Sicherheit abgebissen worden. Rick ließ den Toten schnell hinter sich und schlurfte die Straße weiter. Er hörte die Grillen zirpen, hin und wieder durchbrach sonst nur noch das gekrächze von einem dieser geflügelten, schwarzen Aasfresser, die stille. Rick fröstelte. Er kannte Kentucky, seine Heimatstadt nicht von dieser Seite, und es machte ihm merklich Angst. Da sah er etwas, in dem hohem Grass aufblitzen. Das Gestell eines Fahrrads. Es lag vor einer schief stehenden Kilometerbegrenzung. Rick ging darauf zu, vielleicht, nein nicht nur vielleicht, sondern höchst wahrscheinlich würde er mit dem Ding wesentlich schneller unterwegs sein, als zu Fuß. Ricks Augen weiteten sich auf einmal, er musste sich anstrengen ruhig zu Atmen, den neben dem Fahrrad, war eine kleine Fläche, plattgedrücktes Grass.
Und darauf, lag das Skelett einer Frau.
Das es eine Frau war, konnte Rick daran erkennen, das noch lange, strähnige, verfilzte Strohblonde Haare aus dem Schädel selbiger hingen. Die Haut war fast grau, spannte sich wie Pergament, das fast zu zerreißen drohte, um ihren Kopf und hielt ihn noch an den Skelettieren Rumpf. Ihr knappes T-Shirt war längst zerrissen. Die Arme lagen grotesk verdreht in unnatürlichen Winkeln hinter ihrem Kopf, und ein gerissener Tanga, bedeckte ihr Steißbein. Ihre Beinknochen, steckten sogar noch in zugeschnürten Schuhen, auch wenn eines ihrer Beine abgerissen worden war und mit der Gelenkpfanne an ihren Becken lehnte. Ihre Augen waren geschlossen.
Wenigstens ist sie bereits Tot, dachte Rick mitfühlend. Er bückte sich vorsichtig nach dem Fahrrad, das ihr einst gehört haben mag, als sich ihre Augen öffneten. Ein hohles zischen, der zerfetzen Luftröhre. Rick zuckte zurück und hielt sich die Hand vor dem Mund. Seine Augen waren vor Schreck und schock geweitet. Das Skelett drehte seinen Schädel zu ihm herum. Die Fingerknochen streckten sich und zogen sich wieder zusammen, das noch nicht abgerissene Bein spannte sich. Rick sah das das Zahnfleisch der Frau verrottet und verschwunden war. Sie sah ihn einfach nur an. Nur an. Rick bildete sich ein, das er den Schmerz der Frau fühlen konnte, das er fühlen konnte wie viele Schmerzen und wie viel Angst sie erlebt haben musste, als diese Monster sie vom Fahrrad zogen und hier auf der Wiese fraßen.
Salzige Flüssigkeit sammelte sich unter seiner Iris.
Die Frau öffnete knackend ihre Kiefer und sah ihn einfach nur stumm an.
Eine Träne lief aus seinen Augen, suchte sich ihren Weg über seine Wange.
Die Frau klappte ihren Kiefer wieder zu.
Völlig am Ende griff er sich das Fahrrad und schob es von der Frau weg. Doch weit kam er nicht, ehe er mitten auf der Straße zusammen brach.
„Oh Gott...“ Er fiel auf die Knie, das Fahrrad entglitt seinem Griff und schepperte auf dem Asphalt. Rick bedeckte sein Gesicht mit den Händen, fing an zu schluchzen. Es war zu viel, schlicht und einfach zu viel. Diese Menschen waren nicht böse gewesen. Und doch war ihnen so etwas abscheuliches, grausames und unheimlich böses wieder fahren. Er sackte zusammen, seine Ellbogen ruhten auf dem staubigem Asphalt, während er weiter schluchzte. Nach einer Zeit, die ihm wie eine Ewigkeit vor kam, hatte er sich wieder einigermaßen in den Griff gekriegt, hob das Fahrrad auf und fuhr davon, die Straße entlang, in Richtung der Wohnsiedlung in der er lebte. Dabei wischte er sich mit der linken Hand, Tränen von der Wange. Hinter ihm war alles still, kein Lebewesen betrat die grausamen Orte. Selbst die Natur, schien in Ehrfurcht zu verstummen.
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