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 Episode 29 - Das Paradies auf Erden

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Rick Raptor
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BeitragThema: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   Do März 01, 2012 10:28 am

Mittag im Eden Project.
Die größte von Glashäusern umgebene Anlage der Welt kann auch heute wieder jede Menge Besucher zu zählen. Zahllose Menschen strömen von überall her, um diese gewaltigen botanischen Gärten, die mehrere Klimazonen repräsentieren, bestaunen zu können. In einem der tropischen Gewächshäuser verlassen gerade ein paar freche Jugendliche den Weg und tauchen in den Dschungel ein. Während sie sich einen Weg durch die Büsche bahnen, hören sie es plötzlich rascheln. Sie drehen sich um und rufen nach ihrem Freund, der etwas hinterherhängt, bekommen aber keine Antwort. Dann plötzlich ein weiteres Rascheln, ein menschlicher Schrei und das Geräusch von zerreißenden Klauen. Die Teenager rennen um ihr Leben, als ein weiterer von ihnen plötzlich in die Büsche gezerrt sind. Als der Rest weiterläuft, stehen sie plötzlich vor einem Portal aus Licht. Einen Moment starren sie es verwirrt an, dann springt eine furchteinflößende Gestalt heraus.

"Zum letzten Mal, Miss Maitland, nein!"
James Lester war im ARC immer noch damit beschäftigt, das jüngste Problem geradezubiegen. Zwar hatte das Team nach seinem Einsatz in der Ardeche-Schlucht wie befohlen auf einen weiteren Frankreich-Urlaub verzichtet, doch dafür hatte Abby zwei Kaprosuchus-Eier mitgehen lassen. Und die Tierfreundin setzte sich aufrichtig dafür ein, sie ausbrüten zu dürfen. "Bitte! Sie waren nicht dabei, sie haben nicht gesehen, wie sich diese Mutter für ihre Brut aufgeopfert hat! Das darf doch nicht alles vergebens sein! Ich werde mich auch um die beiden kümmern und sicherstellen, dass sie nichts Schlimmes anstellen!"
"Ein, zwei Jahre Zeit zum Wachsen und dann werden Ihre Schützlinge etwas sehr Schlimmes anstellen", knurrte Lester, seufzte dann aber. Abby würde ihn doch nur entnervend weiterbitten. "Aber meinetwegen, wenn sie die Verantwortung für diese Viecher übernehmen wollen. Aber die kommen von vornherein in den Hochsicherheitstrakt, ist das klar? Selbst so ein kleiner könnte mit ohne Weiteres den Fuß abbeißen!"
"Ich lass es schon nicht so weit kommen", meinte Abby zuversichtlich und bedankte sich zutiefst. Dann ertönte der Anomaliendetektor. Zu Lesters Erleichtern war es wieder eine Anomalie in England, also zumindest keine so weite, Zeit und Geld kostende Hinreise. Das Team machte sich auch sobald wie möglich auf den Weg zu den immerhin ein paar Stunden Autofahrt entfernt liegenden Treibhäusern des Eden Projects.

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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   Sa März 03, 2012 1:23 pm

"Beeindruckend, nicht wahr?" Und das sagte Matt bereits am Eingang der Anlage. Als sie in das erste der riesigen Gewächshäuser eintraten und sich sogleich an einer Fülle an verschiedenen Bäumen und Sträuchern sattsehen konnten, fiel dem Teamleiter aber fast die Kinnlade herunter. "Eine Welt wie diese hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können!" Seine Erinnerungen an die sterile Welt der Zukunft, in der man sich über jeden einzelnen Sprössling freute, konnte er nicht so leicht vergessen. Dieser Ort hier sah wirklich wie aus wie das Paradies. Natürlich kein Wunder, dass das Projekt nach dem Garten Eden benannt wurde. Während Matt und Emily, die im Viktorianischen London solch eine prächtige Flora nie bestaunen konnte, immer noch alles bewunderten, drängte Becker bereits zur Anomalie zu gehen. Bei ihrem Einsatz in Frankreich hatten sie so viele unschuldige Touristen nicht retten können, so etwas wollte er hier nicht zulassen.
Glücklicherweise befand sich die Anomalie nicht weit vom Eingang entfernt mitten in dem Dschungel, wo für Unbefugte ohnehin kein Zutritt erlaubt sein sollte. Doch ein paar zerrissene Klamotten zeigten, dass sich an diese Regel kaum noch jemand hielt. In Becker staute sich bereits diese ungeheure Wut auf und er drehte sich langsam im Kreis, um jedes verdächtige Rascheln wahrnehmen zu können. Dann hörten sie das Knacken von Ästen und sahen eine Gestalt, die sich etwas plump an einer Bananenstaude hochzuangeln versuchte. Es war ein theropoder Dinosaurier mit einem recht durchschnittlichen Körperbau, der für das Klettern nicht so gut geeignet war wie die Baumläufer, denen das Team schon begegnet war. Als der Raubsaurier bemerkte, dass sein Tarnungsversuch aufgeflogen war, sprang er plötzlich mit aufgerissenem Maul den Nächststehenden an - Becker. Der Captain schoss natürlich sofort und das erstarrte Tier warf ihn noch auf den Rücken. Er schob es von sich weg und meinte: "Sieht aus wie ein Raptor."
"Es ist aber keiner, sondern ein primitiverer Theropode", erwiderte Connor und sah sich das Tier näher an. "Es hat fünf Finger an jeder Hand, spätere Theropoden haben aber nur drei. Aufgrund der Größe nehme ich an, dass es ein Herrerasaurus ist."
"Wie viele Finger der hat, ist mir doch egal", entgegnete Becker mürrisch. "Dann ist das eben der Prototyp eines Raptoren. Und das könnte bedeuten, dass hier noch mehr dieser Viecher herumlungern."
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Rick Raptor
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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   So März 04, 2012 11:32 am

"Das sind schnelle, ausdauernde Raubsaurier", fügte Abby hinzu. "Falls hier noch mehr von der Sorte sind, könnten die sich auch schon im gesamten Gewächshaus verteilt haben. Oder vielleicht sogar schon bis zum nächsten Treibhaus vorgedrungen sein."
"Während der Trias war die Welt von heißen, trockenen Wüsten geprägt", überlegte Connor weiter. "Für diese Dinosaurier muss dieser schwüle Regenwald ebenfalls wie das reinste Paradies erscheinen. Wir werden die also nicht so leicht wieder zurück in ihre Welt kriegen."
Dann vernahm das Team einen menschlichen Schrei, gefolgt von dem eines Raubsauriers. Schnell bahnt sich das Team seinen Weg aus dem Dickicht auf die offenen Pfade, wo sie schon den nächsten Herrerasaurus erblicken könnten. Das Tier hatte gerade eine alte Frau angegriffen und hetzte ihr nun hinterher. Ein beherzter Sprung und der Raubsaurier landete auf seiner Beute. Er drückte sie mit seinen kräftigen Füßen zu Boden, öffnete erwartungsvoll das Maul und stolperte plötzlich zur Seite. Schon wieder hatte Becker noch rechtzeitig einen EMD-Schuss abgegeben, allerdings hatte er auf die Entfernung den Saurier nur am Hinterbein erwischt, sodass der noch bei Bewusstsein war. Während die alte Frau sich schleunigst in Sicherheit brachte, drehte sich der Herrerasaurus um und fauchte die Gruppe von Menschen an, die auf hin zukam. Becker verpasste ihm einen weiteren Stromschlag mitten ins Gesicht, worauf der Dinosaurier bewegungslos zu Boden ging. "Vielleicht wird das zur Abwechslung mal ein ganz einfacher Job", hoffte der Captain bereits.
"Freu dich nicht zu früh, wer weiß, wie viele Dinosaurier hier noch herumschleichen", entgegnete Matt. "Wir müssen uns um die Sicherheit der Leute kümmern, und das bedeutet, wir müssen die Treibhäuser sofort evakuieren lassen." Das war ein weiterer Vorteil der Tatsache, dass das ARC nun eine offizielle Einrichtung war. Jetzt mussten sie sich keine hirnrissigen Erklärungen mehr aus den Fingern saugen, wenn es galt, einen Ort zu evakuieren. Jeder Mensch war inzwischen mit der Gefahr der Anomalien vertraut und eine Warnung auf das Erscheinen selbiger reichte als Evakuierungsgrund bereits aus. Trotzdem wusste Matt, dass es nicht einfach sein würde, tausende von Besuchern sicher zu den Ausgängen zu leiten, und wenn rauskommen würde, dass bereits ein paar prähistorische Raubtiere auf der Jagd waren, könnte das eine Massenpanik auslösen.

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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   Mo März 05, 2012 11:15 am

"Lass das Evakuieren mal meine Sorge sein", schaltete sich dann Becker ein. Wenn es um die Sicherheit der Leute ging, wollte er sichergehen, dass alles problemlos ablaufen würde. Also lief der Captain zurück zum Eingang und erklärte den Mitarbeitern dort die Lage. Im Grunde verlief es doch auch nicht anders als bei einer Bombenentschärfung; eine Warnung wurde über Lautsprecher durchgegeben, dass sich alle aufgrund der akuten Bedrohung ruhig zu den Ausgängen begeben sollten, kein Risiko für Zivilisten, keine zusätzlichen Probleme. Bis auf die Tatsache, dass schon ein paar Dinosaurier ausgebüchst waren...
Das ARC-Team hatte zwei Herrerasaurier bereits neutralisiert, doch ein viel größerer Räuber war immer noch auf freiem Fuß. Das muskelbepackte, ausdauernde Tier hatte den Großteil des Dschungelbereichs schon durchquert und würde bald ins nächste Treibhaus abhauen, wenn es nicht kurz vor dem Ausgang eine besonders fette Beute erblickte. Ein einzelner, übergewichtiger Mann spazierte gerade seelenruhig den Weg entlang und kümmerte sich nicht sonderlich um die per Lautsprecher kommende Nachricht, dass alle ruhig und geschlossen zu den Ausgängen gehen sollten. Der Vielfraß machte sich eher Gedanken, wie er nur die Verpackungen seiner verschlungenen Schokoriegel am Besten loswerden konnte. Am Wegrand standen keine Mülleimer. Kurzerhand schaute der dicke Mann kurz noch einmal nach, ob auch kein Aufseher in der Nähe war, dann lief er einfach zu dem Dickicht und entleerte seine Taschen. Während er das Papier großzügig zwischen den Büschen verteilte, hörte er auf einmal ein Rascheln, dann bemerkte er zwischen den Ästen einen großen, von Schuppen bedeckten Schädel. Das einzige, was er durch das Unterholz eindeutig erkennen konnte, waren die großen scharfen Zähne, welche die kräftigen Kiefer säumten. Das Tier knurrte, als der Mann sich langsam rückwärts von dem Gebüsch wegbewegte. Er machte kehrt und rannte los, da sprang die Kreatur zwischen den Büschen hervor. Es war ein sieben Meter langes und mindestens eine Tonne schweres Reptil mit einem Krokodilpanzer, robustem Schädel ähnlich dem großer Raubdinosaurier und säulenartigen Beinen unter dem Körper. Das vierbeinige Monstrum war sehr viel schneller als der pummelige Mann und stürzte ihn mit Leichtigkeit zu Boden.
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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   Di März 06, 2012 11:36 am

Der Übergewichtige rief noch um Hilfe, doch die anderen Leute begannen bei dem Anblick des Monstrums nur zu kreischen und panisch davonzulaufen. Das Reptil ignorierte die um es herum ausbrechende Massenpanik und fiel über seine fette Beute her. Seine scharfen Zähne gruben sich in den Körper des Mannes und es riss ein großes Stück Fleisch, hauptsächlich Fettgewebe, heraus. Verglichen mit den dürren Dinosauriern, mit denen sich das Tier seinen Lebensraum teilte, war dies die üppigste Mahlzeit, die es je bekommen hatte. Es packte den Mann am Nacken und brach ihm mit seinen kräftigen Kiefern das Genick, damit endlich mit der störenden Schreierei Schluss war. Während es genüsslich sein Opfer zerfleischte, beobachtete es gelassen aus den Augenwinkeln die davonstiebenden Menschenmassen.
"So, bleiben Sie ganz ruhig, weitergehen, weitergehen, immer schön Richtung Ausgang. Nicht stehen bleiben!" Becker, seine Soldaten und freiwillig Connor wiesen die Besucher des Eden Projects zu den Ausgängen. Es schien wie ein geordneter Ablauf, der nicht mehr schief gehen konnte. Zwischendurch fragte der Captain: "Matt, irgendwas Neues?"
"Bei der Anomalie hat sich nichts getan", erwiderte der Teamleiter, "aber wir haben hier Fußspuren und zersplittertes Unterholz gefunden. Hier treibt sich noch etwas Größeres herum als die Herrerasaurier."
"Verstanden, das wäre ja sonst auch zu einfach", seufzte der Captain. Hoffentlich waren die Kopfhörer leise genug, damit keiner der Besucher etwas hören konnte. Eine Massenpanik käme jetzt sehr ungelegen. Und bedauerlicherweise kam jetzt eine Nachricht von Jess rein: "Leute, am anderen Ende dieses Riesentreibhauses tut sich was, da hat ein großes Reptil einen Mann getötet und die Leute in Panik versetzt! Beeilt euch, macht, dass ihr da hin kommt!"

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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   Do März 08, 2012 11:35 am

"Wir mussten es ja gerdezu heraufbeschwören", ächzte Becker und meinte dann ernster: "Verstanden, Jess, wir sind schon unterwegs!"
"Okay! Und, Becker.. pass auf dich, ja?" Die Antwort von Jess kam etwas zögerlich, doch so wie der Captain schon in Richtung der Schreie gerannt war, bekam er das anscheinend gar nicht mehr mit. Für ihn zählte es jetzt nur noch zu retten, was noch zu retten war. Matt rannte ihm sofort nach, erst dann folgten Connor, Abby und der Rest. Becker sah auf den Wegen schon aus der Entfernung vereinzelte kreischende Menschen, die sich deutlich panischer zu den Ausgängen begaben als die anderen Besucher. Von ihnen war auch keiner noch in der Lage, darüber zu sprechen, wie genau diese Kreatur denn überhaupt ausgesehen hatte. Becker nahm eine Abkürzung quer durch den Regenwald, as er zwischen den Bäumen Spuren des großen Tieres sah. Schließlich erklomm er ein paar große Felsbrocken, an deren Fuße Wasser entsprang und die wohl eine Bergquelle simulierten sollten. Da weit und breit keine Aufseher zu sehen waren, die die Leute davon abhalten würden, auf die Felsen zu klettern, arbeitete sich Becker einfach bis zum höchsten Punkt vor, wo er eine etwas bessere Aussicht hatte. Von dort konnte er auch schon das Tier erblicken, dass die Panik ausgelöst hatte. Die sieben Meter lange Panzerechse labte sich noch an ihrer fetten Beute.
"Connor, was für ein Dinosaurier ist das da vorne?"
"Das ist ein Saurosuchus", entgegnete der Experte, "und er ist kein Dinosaurier. Eigentlich ist dieses Tier sogar näher mit Krokodilen verwandt."
"Das erklärt den Panzer", murmelte Becker und betrachtete seine EMD. Wenn das Gerät den Räuber nicht mit ein paar Schüssen dingfest machte, würde er sein Einverständnis zu den nichttödlichen Waffen noch einmal ernsthaft überdenken.
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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   Fr März 09, 2012 11:06 am

Während Becker bereits darüber nachdachte, wie er es seinem Chef Lester wohl am ehesten beibringen könnte, wieder tödliche Schusswaffen einzuführen, kletterte Matt schonmal an den Felsen herab, um sich unauffällig dem Saurosuchus zu nähern. Allerdings hatte es wohl seinen Grund, dass Besucher normalerweise an der dargestellten Bergquelle nicht herumkraxeln sollten, denn dem mit seiner großen EMD ausgerüsteten Teamleiter unterlief ein Fehltritt und er landete im Becken. Das Wasser war nicht sehr tief, aber zumindest dämpfte es den Aufprall so ab, dass sich Matt nicht verletzte. Dafür hatte der Saurosuchus das laute Platschen gehört. Das Tier war mit seiner Mahlzeit fast fertig, doch diese neue Geräuschquelle hatte es neugierig gemacht. Es näherte sich dem Team und Becker, der kein Risiko eingehen wollte, feuerte natürlich sofort eine Elektronenladung auf das Tier ab. Die Panzerechse brüllte, fauchte und zog sich ins Gebüsch zurück. Matt sah zu dem Captain oben auf den Felsen. "Du kannst es auch einfach nicht lassen, oder?"
"He, ich hab dir gerade deine Haut gerettet!", entgegnete dieser aber nur. "Etwas mehr Dankbarkeit wäre schön!"
"Becker, das Tier hat sich gerade an dem Typen da vollgefressen", fiel ihm nun aber auch Connor ins Wort. "Ich denke, es wollte Matt nicht fressen, sondern war nur neugierig."
Becker sah die Diskussion aber bereits als beendet an, da nun Tatebn folgen müssten. Ganz gleich ob der Saurosuchus satt war oder nicht, das Tier konnten sie nicht weiter in dieser Anlage herumspazieren lassen. Und in dem größten Gewächshaus der Welt, wo sich zwischen den einzelnen Wegen regelrechte Dschungel erstrecken, konnte man so ein Tier schnell aus den Augen verlieren, bis es denn wieder zuschlug.

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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   Sa März 10, 2012 6:59 am

Becker und Connor kletterten nun ebenfalls von den Felsen herunter, natürlich deutlich vorsichtiger als Matt, um nicht denselben unangenehmen Fall erleben zu müssen. Abby blieb als letzte auf der Spitze zurück, als sie hinter sich plötzlich ein Geräusch hörte. Zwischen den Büschen raschelte es und ein Herrerasaurus sprang heraus. Anscheinend hatten sie doch noch nicht alle Exemplare, die bereits durch die Anomalie gekommen waren, aufgespürt, oder vielleicht war auch einer der betäubten Raubsaurier wieder aufgewacht. Für den agilen Theropoden war es ein Leichtes, die Felsen hinauf zu der jungen Frau zu hetzen, die in dem Schrecken nicht schoss, sondern nur zur Seite sprang. Der Raubsaurier konnte sich noch davon abhalten, über die Felsen zu stürzen, wirbelte herum und schlug seine Zähne in die EMD von Abby. Mit einer ruckartigen Kopfbewegung hatte er ihr die Waffe entrissen, als er allerdings bemerkte, dass das kein saftiges Stück Fleisch war, schüttelte er nur den Kopf und spuckte die EMD achtlos in die Tiefe. Dort fiel sie Becker auf den Kopf, der den Abstieg zur Quelle gerade erst beendet hatte. Vom Fuß der Bergquelle aus konnten Connor und Matt den Herrerasaurus nicht treffen, es half alles nichts, sie mussten schleunigst wieder raufklettern. Abby versuchte währenddessen, sich den Dinosaurier mit ihrer Kampfkunst vom Leib zu halten. Sie verpasste dem Herrerasaurus einen Karateschlag, der diesen allerdings nur kurz zurückschrecken ließ. Auf dem felsigen Untergrund musste sie sich hüten, es mit einem kraftvolleren Kick zu versuchen. Ein Fehltritt und sie könnte sich den Hals brechen. Nachdem er den nächsten Karateschlag einstecken musste, stürmte der Herrerasaurus schlagartig vorwärts und verpasste seiner wehrhaften Beute einen Kopfstoß. Abby stolperte nach hinten und spürte schon ihre Füße auf der Felskante stehen. Sie ruderte hilflos mit den Armen, doch dann befand sie sich schon im freien Fall.
"Abby!" Connor ließ die Waffe fallen und breitete die Arme aus, um seine Geliebte zu retten. Abby landete unverletzt, dafür riss der Aufprall Connor, der wohl seine eigene Kraft überschätzt hatte, zu Boden. Trotzdem dankte sie ihm, während Matt und Becker nun erneut die Felsen erklommen hatten, um den aufgebrachten Herrerasaurus dingfest zu machen.
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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   So März 25, 2012 10:18 am

Noch bevor er oben angekommen war, hielt Becker inne und feuerte einen EMD-Schuss auf den Herrerasaurus ab, worauf dieser zuckte und zurücksprang. Der Dinosaurier war nicht betäubt, aber er merkte, dass er hier keine leichte Beute machen würde, und floh in Richtung der Bäume. Matt, Becker und mit leichter Verspätung auch Connor und Abby nahmen die Verfolgung des Räubers auf. Anscheinend hatte der Herrerasaurus jetzt endgültig genug von dieser Welt, denn er durchkreuzte das Dickicht recht zügig und wenn er an den Wegen vorbeikam, hielt er nicht inne, um noch nach verbleibenden Besuchern Ausschau zu halten. Tatsächlich bewegte sich der Dinosaurier schnurstracks auf die Anomalie zu. Als er das Zeitportal in der Ferne schon zwischen den Bäumen aufblitzen sah, legte er ein anderes Tempo ein. Das ARC-Team saß ihm immer noch mit den EMDs im Nacken und sein übermächtiger Konkurrent, der Saurosuchus, streifte auch noch hier irgendwo herum. Dann aber wurde das Zentrum der Anomalie plötzlich von einer massigen Gestalt verdunkelt. Eine weitere drückte sich an ihr vorbei, und dann stolperten zwei rindergroße Kreaturen in diese andere Welt. Auf Abby wirkten sie wie Riesenausgaben ihrer Diictodons, Sid und Nancy.
Becker warf Connor bereits einen fragenden Blick zu. "Angesichts der Stoßzähne sind das wohl Dinodontosaurus", schlussfolgerte dieser. "Eine ganze Herde", fügte er dann noch hinzu, als hinter den ersten beiden noch weitere Tiere aus der Anomalie trotteten. Die ersten beiden Tiere schubsten sich weiter, da sie etwas größere Stoßzähne hatten als die anderen Tiere waren es wohl zwei ausgewachsene Männchen, die sich noch nicht ganz darauf geeinigt hatten, wer die Herde anführen sollte. Wie sich die Männchen so angrunzten und ihre großen Schnäbel demosntrativ zusammenschnappten, wurde Abby ein bisschen mulmig. Das hier waren definitiv keine niedlichen kleinen Tiere wie ihre Diictodons. Connor überlegte, ob eine Herde dieser stoßzahnbewaffneten Tiere vielleicht sogar den gefährlichen Saurosuchus abwehren konnte.

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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   Mi März 28, 2012 9:28 am

Auf den einzelnen Herrerasaurus machten die massigen Säugetierähnlichen Reptilien jedenfalls gewaltigen Eindruck. Die beiden Männchen ließen von ihrem Kampf ab, als sie seinen Raubtiergeruch wahrnahmen, und drehten sich schnaubend zu ihm um. Der Dinosaurier blickte zur Anomalie, doch dort standen ein paar der ebenfalls recht stämmigen weiblichen Tiere, die bereits gierig das Unterholz zerpflückten. Die Tiere waren sicher auf der Suche nach Nahrung eine lange Strecke gewandert, aber diesen Überfluss an schmackhaften Pflanzen hatten sie sich da bestimmt nicht erträumt. Solange ein paar Herdemitglieder noch zu nahe an der Anomalie standen, konnte der Herrerasaurus keine Flucht wagen, und vielleicht sollte er es doch vorziehen, diese üppige Landschaft zu seinem neuen Zuhause zu erklären. Bloß das Beutefangen war hier noch schwerer, und das ARC-Team mit seinen EMDs rückte schon wieder näher. Der Herrerasaurus schnupperte und nahm den Geruch von Blut auf, wahrscheinlich die Überreste von einem der Besucher, die seine Artgenossen vorhin schon erlegt hatten. Angesichts der schwerbewaffneten Beutetiere (sowohl das ARC-Team als auch die Dinodontosaurus) wären diese Überreste die deutlich einfachere Variante. Connor hatte gemerkt, dass der Herrerasaurus etwas gewittert hatte und daraufhin wieder im Dschungel verschwand, und konnte auch nachvollziehen, dass der Saurier sich wohl erst einmal an den Leichen bedienen würde.
"Lasst ihn ziehen, wir sollten uns erstmal um diese Herde hier kümmern. Bei denen bleibt der Herrerasaurus auf Distanz und wir können noch ewig warten, bis er sich zurück zur Anomalie traut."
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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   Do März 29, 2012 9:46 am

Abby drückte den Lauf von Beckers Gewehr mahnend herunter, bevor sie sich vorsichtig den Tieren näherte. Wenn der Captain einen Dinodontosaurus betäubte, könnten die anderen ihn für eine Gefahr halten und alle auf ihn losstürmen. Solange sich die Dicynodontier aber nicht vom Team bedroht fühlten, sollte alles gut gehen. Abby wagte sich bis auf ein paar Meter an die Gruppe heran, die sie teilweise ansahen, teilweise aber auch einfach weiterfraßen. Wie sie die Tiere zurück durch die Anomalie bewegen sollte, war ihr noch etwas schleierhaft, aber auf jeden Fall musste sie das mit den dominanten Männchen anstellen. Wenn die durch das Zeitportal stampften, würden ihnen ihre Artgenossen sicher schon folgen. Die Tierexpertin bezweifelte, dass diese großen Pflanzenfresser so verspielt waren wie die Diictodons, und versuchte es daher mit der einfachsten Taktik von allen: Kurzerhand riss sie ein paar große Palmwedel ab und fuchtelte damit vor den Schnäbeln der grummelnden Männchen herum. Angesichts der Hülle und Fülle an Nahrung blieb das jedoch ein erfolgloser Versuch. Eines der Männchen schnaubte drohend und Abby vergrößerte schnell wieder den Abstand zwischen sich und dem Tier, um es nicht zu provozieren. Das zweite Männchen steuerte derweil auf einen Pflanzentyp zu, den es in seiner Heimatepoche nicht gab, Bambus. Dieser Dinodontosaurus würde das erste triassische Lebewesen sein, das Gras zu sich nahm. Mit einem kräftigen Biss seines großen Schnabels durchtrennte es den Stamm und versuchte sich anschließend daran, diese harte Nahrung zu zerkauen. Das Tier kaute recht lange an dem Stamm, während der Rest die bekannteren Farne vorzog. Spätestens bei der Verdauung würde das neugierige Männchen merken, dass es einfach nicht für solch eine Nahrung geschaffen war. Connor beobachtete die Experimentierfreudigkeit des Individuums, das den grob zerkleinerten Bambus wieder ausspuckte und ein paar andere unbekannte Pflanzen erkundigte, mit größerem Interesse als der Rest des Teams, der nur die Anomalie im Auge zu behalten schien.

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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   Fr März 30, 2012 6:46 am

Plötzlich schnaubte das eine der Männchen und schaute zu seinem Artgenossen, der sich für das Probieren des Bambus von der Herde entfernt hatte. Der Dinodontosaurus stieß einen Alarmschrei aus, allerdings zu spät. Der Alleinstehende konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren, als der Saurosuchus aus dem Dickicht schoss und den Pflanzenfresser mit einer solchen Wucht traf, dass dieser umgeworfen wurde. Danach wollte sich der Krokodilvetter in das Fleisch seines Opfers verbeißen, das jedoch mit den kräftigen Füßen um sich trat und ihn am Kopf erwischte. In dem kurzen Moment, in dem der Saurosuchus verwirrt war, rappelte sich das Säugetierähnliche Reptil wieder auf, sein Angreifer wich jedoch zurück, bevor es seine kräftigen Eckzähne einsetzen konnte. Der Saurosuchus umkreiste den Dinodontosaurus langsam und knurrend, wobei er auch dessen Artgenossen immer im Blick behielt. Das andere Männchen zögerte, es wollte keinen unnötigen Kampf für seine Herde eingehen und eigentlich kam ihm dieses Raubtier, das im Begriff war, seinen Widersacher zu verspeisen, doch gerade recht. Ohnehin galt das Gesetz der Natur; wer sich von seiner Herde entfernte, war selbst schuld, wenn ihn ein Fleischfresser anfallen würde. Genau das sagte auch Connor zu Abby, die bereits ihre eigene EMD erhoben hatte.
"Fleischfresser erbeuten nunmal Pflanzenfresser", fügte er etwas nachdenklich hinzu. "Egal ob sie es jetzt auf ihrer Seite der Anomalie tun oder auf unserer, es ist der Lauf der Natur. Solange der Saurosuchus nicht weiter auf Menschen Jagd macht, sollten wir da nicht eingreifen."
Abby biss die Zähne zusammen, als sie sah, wie der Saurosuchus sich mit einem Sprung über den massigen Kopf seines Gegners erhob und ihm die Zähne in den Nacken schlug. Mit einer ruckartigen Bewegung riss er ein Stück Fleisch heraus und drückte sich dann mit seinen Pranken von dem Beutetier ab, bevor es mit seinen Stoßzähnen zuschlagen konnte. Aus mehreren Metern Sicherheitsabstand beobachtete er mit blutverschmiertem Maul den geschwächten Dinodontosaurus.


Zuletzt von Gorgo am Fr März 30, 2012 11:44 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   Fr März 30, 2012 11:43 am

Der Blutgeruch verunsicherte die Dinodontosaurus-Herde nur noch mehr. Das Männchen nahm nach wie vor eine Abwehrhaltung ein, obwohl es nun eigentlich offensichtlich war, dass der Saurosuchus sich nur auf das von ihm verletzte Tier stürzen würde. Im Prinzip konnte die Herde es gleich abschreiben und seinem Schicksal überlassen, denn schon wackelten die Beine des gebissenen Tieres, als würde es gleich zusammenbrechen. Den Kopf hatte es gesenkt und schien den Räuber nicht mehr anzublicken. Der Saurosuchus schlich noch ein paar Schritte um den Pflanzenfresser herum, wobei er wie eine gepanzerte Raubkatze wirkte, bevor er zum finalen Angriff überging. Wieder sprang er vorwärts, doch diesmal wirbelte der Dinodontosaurus vorher schon herum. Trotz seiner starken Verletzung konnte er noch ruckartig den Kopf heben und vorwärtsstoßen, wodurch er seine Stoßzähne in eines der Vorderbeine des ihn anspringenden Saurosuchus bohrte. Statt tödlich zuzubeißen, brüllte das Reptil bei dem Schmerz nur und der Dicynodontier nutzte die kurze Starre seines Gegners und rammte ihn diesmal, wobei es sich ein Stück erhob, sodass es seine Eckzähne in den Nacken des Raubtieres schlagen konnte. Wegen der großen Stoßzähne brach dieser Abwehrangriff dem Saurosuchus sofort das Genick, während der Dinodontosaurus immer noch nicht von den Qualen seiner eigenen Verletzung erlöst war. Abby war jedenfalls überrascht über den Ausgang dieses Kampfes, doch als sie Connor in die Augen sah, sagte ihr allein der Blick, dass er ihren Gedanken, das Tier zu verarzten und ins ARC zu bringen, bereits erkannt hatte und ihn eindeutig ablehnte. Geknickt schaute sie wieder zu dem blutüberströmten Männchen, das von der Leiche des mächtigen Killers davonhumpelte, dann aber selbst zusammenbrach.

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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   Fr März 30, 2012 11:59 am

Während der Dinodontosaurus noch sein letztes Leben aushauchte, machte sich bereits Unruhe in den umliegenden Gebüschen breit. Die Aussicht auf gleich zwei recht große Kadaver lockte wohl alle Herrerasaurier an, die noch auf dieser Seite der Anomalie waren. Becker und Matt hielten bereits ihre EMDs bereit, aber Connor war sich sicher, die Dinosaurier würden sich nur für das am Boden liegende Frischfleisch interessieren. Mit den Elektroschockwaffen der Menschen hatten sie schließlich bereits genug unangenehme Erfahrungen gemacht. Zuerst kam ein Herrerasaurus-Pärchen aus dem Unterholz gesprungen, fauchte kurz die unbeeindruckte Dinodontosaurus-Herde an und machte sich dann daran, die Flanke von deren Artgenossen aufzuschlitzen. Das ARC-Team schienen die Raubsaurier angesichts dieser Fleischberge gar nicht wahrzunehmen, denn jetzt kam ein dritter Herrerasaurus aus einer anderen Richtung angelaufen und nachdem die beiden Erstankömmlinge kurz nach ihm schnappten, wendetet sich dieser dem Saurosuchus-Kadaver zu. Mit seinen scharfen Klauen an Händen und Füßen versuchte der Theropode, den weichen Bauch des toten Raubtieres aufzureißen und sich zu den Muskeln unter der gepanzerten Haut vorzuarbeiten. Dass er dabei direkt in Beckers Schusslinie stand, kümmerte ihn momentan wenig. Nachdem sie eben schon den Kampf zwischen dem pflanzenfressenden Dinodontosaurus und dem Saurosuchus als etwas unbehaglich empfunden hatte, so gefiel Abby das Bild, das sich ihr jetzt bot, auch nicht sehr. Die Herrerasaurier zerrissen die großen Kadaver, dass Blutspritzer und Fleischfetzen nur so durch die Luft flogen, und dann gesellte sich noch ein viertes Exemplar zu dem, das den Saurosuchu sezierte, und die beiden veranstalteten ein Tauziehen mit einem Stück aus den Eingeweiden. Matt überblickte währenddessen die Gegend. Nirgendwo raschelte mehr etwas, das mussten dann wohl alle Herrerasaurus-Exemplare sein, die noch hier waren. Nachdem sich die Dinosaurier satt gefressen hatten, könnte das Team die trägen und vergleichweise wehrlosen Tiere vielleicht auch endlich wieder zurück in die Trias treiben.
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Rick Raptor
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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   Fr März 30, 2012 12:41 pm

Während die Dinosaurier sich an den Kadavern satt fraßen, trat dann aber doch noch eine Gestalt hinzu, allerdings nicht zwischen den Bäumen, sondern auf den normalen Gehwegen wie alle anderen Menschen auch. Es war nämlich keine prähistorische Kreatur, sondern die dämonenhafte Gestalt, der das Team schon bei dieser Freakshow von Urzeittieren begegnet war. Für Matt war aber klar, dies war kein übernatürliches Wesen, sondern ein Mensch aus der zerstörten Zukunft so wie er. Dass er diese Tarnung vor Wissenschaftlern des 21. Jahrhunderts nicht mehr aufrechterhalten konnte, wusste der Anomaliengeist selbst anscheinend auch.
"Einfach unglaublich, dieser Ort, nicht wahr? Ein wahrhaftiges Paradies verglichen mit der Ödnis der Zukunft." Er blickte hoch zu den Baumkronen und roch begeistert an ein paar tropischen Blumen. "Diese Farbenpracht! Diese Düfte! Welch überwältigende Flora!" Mit einem Blick auf die Herrerasaurus-Fressorige schmunzelte er zynisch: "Aber ungewöhnliche Fauna. Wär schade, wenn diese Saurier in dieser Welt bleiben würden und die Zerstörung miterleben müssten."
Matt ergriff als Teamleiter und Leidensgenosse aus der Zukunft die Initiative: "Wenn Sie uns die Schuld daran geben wollen, dann liegen Sie falsch, glauben Sie mir! Wir vom ARC haben uns vom Unternehmer Philipp Burton täuschen lassen, er war es, der ein neues Zeitalter mit seiner Maschine einführen wollte und damit unabsichtlich die Zerstörung der Erde herbeigerufen hatte! Aber als seine Maschine vernichtet wurde, ist er mit ihr gestorben, also wenn die Zukunft der Erde immer noch bedroht ist, dann wissen wir nicht, wer und wie dafür tatsächlich verantwortlich ist! Es ist aber definitiv keiner von uns!"
"Für wie naiv halten Sie mich?", knurrte der Anomaliengeist und ließ die Augen und Zähne seines Hologrammgesichts aufblitzen. "Ich weiß doch, dass Ihr Team Philipp bei seiner Arbeit geholfen hat! Ohne das Anomaly Research Centre hätte er doch niemals die nötigen Forschungsergebnisse für seine Maschine erzielen können! Und selbst wenn Burton schon tot ist, muss der tatsächlich Verantwortliche ja eine ebenso gefährliche Maschine nach Philipps Vorbild gebaut haben, also seid ihr auch so indirekt schuld! Mit eurer Forschung hat die ganze Katastrophe ihren Anfang genommen. Ihr Menschen seid einfach zu neugierig, manche Wunder der Natur solltet ihr einfach akzeptieren anstatt sie so sehr zu analysieren, dass ihr Gott spielen und eigene Naturgewalten erschaffen könnt!"
"Vergiss nicht, dass auch du ein Mensch bist!", rief Matt ihm entgegen. "Du kannst ja als Geist oder Dämon Schrecken verbreiten, wenn es dir so einen Spaß macht, andere Menschen zu terrorisieren, aber du kannst deine eigene menschliche Herkunft nicht leugnen, nur weil du dein Gesicht mit einem Hologramm verdeckst und eine dieser Fernbedienungen ergattert hast, mit denen man Anomalien öffnen kann!" Der Anomaliengeist verzichtete nach Matts Aufdeckung auf eine weitere Showeinlage und holte einfach die Fernbedienung gut sichtbar hervor. Allerdings war es nicht die für die Anomalien, sondern die für die Neuronalklammern, und schon folgte ein manipulierter Raptor dem Geheiß seines Herrn. Matt feuerte einen EMD-Schuss auf den Anomaliengeist ab, der diesen jedoch nichtmal erzittern ließ. Die Person hatte wohl dazugelernt und sich einen Schutzanzug aus isolierendem Gummi verschafft, bestimmt nicht auf legale Weise.
"Ich habe meine Menschlichkeit schon lange aufgegeben. Wenn ihr ohnehin nicht wisst, wer die neue Bedrohung ist, dann kann mein Raptor euch auch gleich dafür töten, dass eure Forschung das alles überhaupt erst in Gang gesetzt hat! Ansonsten hätte ich euch verschönen können, bis ihr mich zum wahren Schuldigen gebracht hättet."

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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   Sa März 31, 2012 10:06 am

Der ferngesteuerte Raptor kreischte und sprang vorwärts, wodurch allerdings die Herrerasaurus-Gruppe alarmiert wurde. Als der Raptor in Richtung des Teams rannte, kam er dabei den von den triassischen Dinosauriern zerfleischten Kadavern zu nahe, weshalb ihn diese als einen fremden Mitesser betrachteten. Sofort stellten sie sich ihm knurrend in den Weg. Der Anomaliengeist konnte seinen Mordversuch vergessen, erst musste er diese Störenfriede aus dem Weg räumen. Er befahl dem Raptor, nicht die Menschen, sondern die Herrerasaurier anzugreifen, worauf dieser sofort dem ersten seine Sichelklauen in den Bauch bohrte. Dann packte der Raptor seinen sterbenden Gegner am Nacken und schleuderte ihn zur Seite, direkt in einen weiteren Angreifer. Seinen primitiven Verwandten war der agile intelligente Räuber mit den Sichelkrallen deutlich überlegen, doch deren Überzahl stellte ein großes Problem dar. Als der Raptor den zweiten Herrerasaurus in die Kehle biss und dadurch auch tötete, sprang ihm das dritte Tier auf den Rücken und warf ihn zu Boden. Der Raptor schaffte es, sich auf den Rücken zu drehen und dem über ihm stehenden Herrerasaurus mit einem Tritt den Bauch aufzuschlitzen. Nun kam der letzte Herrerasaurus angesprungen und der Raptor verpasste ihm einen Tritt ins Gesicht. Dann drückte er den aufgeschlitzten Dinosaurier von sich weg und stand schnell auf, um sich dem verbliebenen Exemplar zu stellen. Bei dem Tritt ins Gesicht hatten die Klauen des Raptors nicht getroffen, daher war der Herrerasaurus abgesehen von etwas Kopfweh noch unverletzt. Beide Raubtiere stürmten gleichzeitig aufeinander zu. Der Raptor duckte sich und rammte seine klauenbewehrte Hand in den Unterbauch des Herrerasaurus, welcher nur den Rücken seines Gegners erwischte. Mit einer raschen Armbewegung schlitzte der Raptor den Bauch seines Gegners auf und besiegelte dessen Schicksal, doch mit einem verzweifelten Todesschrei verbiss sich der Herrerasaurus in den Nacken seines kreidezeitlichen Verwandten. Dabei riss er die Neuronalklammer ab, die am Hinterkopf des Raptors befestigt war. Durch die Verletzung seines zentralen Nervensystems brach die Tötungswaffe des Anomaliengeistes augenblicklich zusammen, der aufgeschlitzte Herrerasaurus sah noch ein letztes Mal zu seinen drei toten Artgenossen, dann zu der in der Ferne schwebenden Anomalie, bevor auch er sein Leben aushauchte.
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BeitragThema: Re: Episode 29 - Das Paradies auf Erden   Sa März 31, 2012 12:31 pm

Der Anomaliengeist hatte sich schon denken können, dass sein Raptor gegen vier Herrerasaurus auf einmal keine großen Chance gehabt hatte, und jetzt, wo er ohne Waffe war, holte er schnell eine Fernbedienung hervor - diesmal die, die Matt auch erwartet hatte. Der Mann ließ eine Anomalie erscheinen, die sich sogleich in wenigen Metern Entfernung öffnete. Dann warf er dem Team noch schnell einen Blick zu, bevor er schon zum Zeitportal hechtete. Die EMD-Schüsse brachten eh nichts, jetzt wo sich die Person auch dagegen gerüstet hatte, und so ließ das ARC-Team den Geheimnisvollen verschwinden. Matt wusste, dass die Person wiederkehren würde, wenn sie ihnen geglaubt hatte, würde sie sich ebenfalls auf die Suche nach dem Erbauer dieser zweiten Maschine machen, wenn sie aber immer noch das ARC dafür verantwortlich machte, musste das Team auf der Hut sein.
Immerhin hatte der Anomaliengeist die bereits vorhandene Trias-Anomalie nicht verschwinden lassen, sodass das Team nun endlich die Dinodontosaurus-Herde hindurch treiben konnte. Nachdem diese das Gemetzel der Raubsaurier miterlebt hatten, waren sie ohnehin nicht mehr so erpicht darauf, länger in dieser Welt zu bleiben. Kurz nachdem das letzte Säugetierähnliche Reptil mit einem Schnauben verschwunden war, schloss sich die Anomalie und löste sich in Luft auf. "Na dieser Einsatz ist ja vergleichsweise glimpflich ausgegangen", rekapitulierte Connor.
"Klar, einzige Sorge sind vielleicht die Besucher des Eden Projects, von denen sicher eine ganze Menge wegen dem vermiesten Urlaubstag versuchen wird zu klagen", lachte Abby.


Währenddessen freuten sich auf einem großen Gelände außerhalb der Stadt zahlreiche Arbeiter über ihren wohlverdienten Feierabend, nachdem sie endlich eine gewaltige Anlage fertiggestellt hatten. Die Anlage wirkte mit den turmartigen Schlöten wie eine riesige Fabrik, aber die gewaltige Maschine in ihrem Inneren enthüllte ihre wahre Funktion. Es war eine Nachbildung von New Dawn, die der einflussreiche Viktor Smith durchgerungen hatte. Nachdem sein Versuch, eine Armee von Kreaturen für die Weltherrschaft aufzubauen, so sehr gescheitert war, hatte er sich noch einmal besonnen und stattdessen wirtschaftliche Macht angestrebt. Er hatte eine seiner Arbeiterinnen, April Leonard, als Industriespionin bei Prospero Industries eingeschleust. Sie hatte ihm die Pläne von Philipps Maschine besorgt, wurde allerdings vor Inbetriebnahme der Maschine von einem Pterosaurierschwarm getötet, weshalb Viktor Smith nicht wusste, dass diese Anlage die Zerstörung der Erde bedeuten würde.

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